Schöne Strelitzien

Heute bin ich im Bau- und Gartenmarkt kurz durch die Pflanzenabteilung im Innenbereich gestreift, als mein Blick auf ungemein schön blühende Strelitzien fiel. Wer diese Pflanzen mal in wärmeren Ländern gesehen hat, weiß, dass die Pflanze ein ordentliches Kaliber hat. Hier waren sie aber recht klein und hatten dennoch schon schöne, ebenfalls kleine Blüten. Haben da die Gärtner mal wieder mit Stauchmitteln gearbeitet?

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Auf dem Artikelschild scheint auch alles in Ordnung zu sein: Strelitzia reginae, 2 Blüten, aber bei näherem Hinsehen kommt mir der Verdacht (und er bestätigt sich sogleich): die Blüten sind aus Plastik! Sie stehen auf einem grün ummantelten Stab neben der echten Pflanze in der Erde. Ist das Betrug? Auf dem Etikett des Topfes steht wenigstens noch „mit 2 Seidenblüte“.

Da hätte ich dann doch noch einen Verbesserungsvorschlag: Man verkaufe Seidenpflanzen (Asclepias) mit Plastikblüten, dann kann man „mit Seidenblüte“ ganz unverfroren auch aufs Regalschild schreiben.

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Das beschissenste Fernsehprogramm der Welt

Das deutsche Fernsehen in Gestalt der öffentlich-rechtlichen Programme  (ARD, ZDF, 3.Programme usw.) ist mächtig stolz auf seine Qualität verglichen mit anderen Programmen in Deutschland und im Ausland. Viele deutsche Fernsehzuschauer glauben dies und sind ebenfalls stolz auf die vermeintliche Qualität.

Wenn ich mal eine Sendung in ARD oder ZDF ansehen will, habe ich das Problem, dass die Sendungen (zu den Zeiten, in denen ich zusehen will) nicht pünktlich beginnen, sondern so gut wie immer verspätet sind. Dabei handelt es sich nicht um ein paar Minuten, sondern sehr oft um 20, 30 Minuten oder auch noch länger. Gründe dafür sehe ich so gut wie nie, denn es sind in der Regel keine Tage, an denen die Welt aus den Fugen geraten ist.

Das deutsche Fernsehen geht anscheinend davon aus, dass der deutsche Fernsehzuschauer die Glotze anmacht, egal was kommt, weil er sowieso nicht hinsieht, sondern das Gerät als Radioersatz nur vor sich hinquatschen lässt.

Wenn man von seinem Programm selbst nichts hält, ist das nachvollziehbar. In diesem Licht betrachtet machen ARD und ZDF natürlich alles richtig.

Da ich zu denen zähle, die sich die Sendungen nach der Programmvorschau aussuchen, fühle ich mich durch die Praktiken der Sender geschädigt. Wenn ich eine Wohnung gemietet habe und diese Mängel aufweist, die der Vermieter nicht beseitigt, kann ich die Miete mindern. Wenn die Bahn Verspätungen zu verantworten hat, kann ich finanziellen Ausgleich fordern.

Ich bin drauf und dran, die Fernsehsteuer (auch bekannt als Rundfunk- und Fernsehgebühren) zum Teil einzubehalten, um einen Ausgleich für die entgangene Nutzung zu bekommen.

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Deflationsangst

Die Währungshüter des Euro machen sich zur Zeit fast in die Hose aus lauter Angst vor einer Deflation. Ich habe dagegen Angst vor der Inflation (diese Angst könnte man mir selbstverständlich dadurch nehmen, dass man bei den Renten einen automatischen Inflationsausgleich einführt, aber Diätenerhöhungen sind ja in Deutschland wichtiger).

„Verbraucher konsumieren dann weniger, weil sie erwarten, Produkte bald noch billiger zu bekommen“ heißt es in allen Meldungen und Berichte über die drohende Deflation. So was Blödes habe ich lange nicht mehr gehört (man muss wahrscheinlich Wirtschafts“wissenschaft“ler sein, um diese Berichte zu glauben). Ich könnte jetzt einfach vier Wochen nichts mehr tanken, weil Benzin ja noch billiger werden könnte! Ich könnte meine Heizung abdrehen, damit ich nicht in 2 Monaten sondern erst in einem halben Jahr neues Heizöl brauche.

Was die Deflationsprediger übersehen: Wenn Öl wieder teurer wird (und das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche), stehen wir da, mit all den Preisen, die in der Zwischenzeit relativ unbemerkt (die Statistiker sehen immer nur den gesamten Warenkorb) erhöht wurden. Die Bahn hat einige Preise erhöht, die Post hat einige Preise erhöht. Im Supermarkt werden wir auch feststellen, dass die Preise für Nichtsaisonware ab und zu angehoben werden. Wer glaubt denn, dass nach einer Ölpreiserhöhung all diese anderen Preise wieder reduziert werden? Im Gegenteil wird die Ölpreiserhöhung dann ganz sicher als Begründung für weitere Preiserhöhungen dienen.

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Der YuYuan in Shanghai

Während unseres Shanghai-Aufenthaltes 2006 besuchten wir selbstverständlich auch den Yu-Garten. Während rund um das berühmte Teehaus fast kein Durchkommen war, erlebten wir die Ruhe im eigentlichen Garten umso intensiver. Hier einige unkommentierte Bilder in der Reihenfolge ihrer Aufnahme. Irgendwann werden sie auch in einem meiner Reisebilderblogs erscheinen.

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Die Glühbirne, ein Wunder der Technik?

Die Lampen in unserem Kellerflur haben Glühbirnen in Strahlerform. Als jetzt eine davon mit einem Knall durchbrannte, musste ich eine neue kaufen. Da es sich (für mich) nicht um eine Standardglühbirne handelte, habe ich die alte als Muster mit in den großen Bau- und Heimwerkermarkt im Nachbarort genommen. An den Regalen für Glühbirnen befinden sich Testgeräte, um die Funktionsfähigkeit der ausgesuchten Ware zu prüfen. Man hält die Fassung an die vorgesehene Öffnung und sieht dann ein grünes Licht aufleuchten. So weit, so gut, meine zwei ausgesuchten Glühbirnen waren in Ordnung. Ich weiß nicht, was mich auf die Idee gebracht hat, aber ich habe die defekte Birne ebenfalls in das Testgerät gesteckt und siehe da, das grüne Licht leuchtete ebenfalls auf! Daraufhin habe ich mich vergewissert, dass in der defekten Birne zwei lose Enden herumbaumelten und den Test noch einmal gemacht, wieder grünes Licht. Ich frage mich jetzt, handelt es sich bei dem Testgerät um eine Farce, um dem Kunden vorzugaukeln, dass alle Birnen in Ordnung sind, auch die kaputten? Zu Hause habe ich die defekte Glühbirne noch einmal untersucht: sie ist und bleibt kaputt, auch durch geschicktes Drehen des Objekts lässt kein Stromfluss wiederherstellen. Den Titel dieses Beitrags müsste ich eigentlich ändern. Das Wunder der Technik ist eher das Prüfgerät, das auch kaputten Birnen die Funktionsfähigkeit bescheinigt. Sollte irgendein/e Leser/in dieses Beitrags irgendeine Information zu diesem Rätsel beitragen können, wäre ich sehr dankbar.

NACHTRAG: Heute war ich zufällig wieder im selben Baumarkt und habe die Dame der Elektro-Info, die gerade nichts zu tun hatte, zu dem Problem befragt. Sie sagte mir, dass ich die Glühlampe vermutlich falsch in das Prüfgerät gehalten hätte. Dies werde ich beim nächsten Mal überprüfen. Wenn sie Recht hat, habe ich mein Leben lang die gekauften Glühbirnen umsonst in das Testgerät gesteckt. Demnächst mehr.

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Das ARD-Radiofestival, ein Betrug am Gebührenzahler

Jedes Jahr zur Ferienzeit (2014 vom 19. Juli bis 13. September) bringen die Klassik- oder Kulturprogramme der deutschen Rundfunkanstalten für ihre Hörer und Hörerinnen etwas ganz besonderes, nämlich von 20 bis 24 Uhr ein ausgesuchtes Programm, das uns begeistern soll. Wenigstens ist dies die offizielle Lesart und die Werbung dafür ist ganz davon überzeugt.

Die Wahrheit ist dagegen, das es sich um ein heimliches Sparprogramm handelt. Es wwird nämlich in diesen 8 Wochen jeden Abend statt 9 Kulturprogrammen nur noch ein einziges produziert. Meine Rundfunkgebühren darf ich dagegen in vollem Umfange weiterzahlen. Nun könnte man einwenden, dass die Mitarbeiter des Rundfunks ihre Ferien verdient haben und/oder dass die Anstalten sowieso sparen müssen. Das wäre auf jeden Fall eine ehrliche Argumentation. Statt dessen wird schäbigerweise so getan, als wäre die ganze Veranstaltung eine besondere Leistung.

Jedes Jahr falle ich wieder darauf rein, dass ich von einem Sender zum anderen umschalte und plötzlich exakt dieselbe Musik hören muss, die ich eben wegschalten wollte.

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Zhujiajiao

Während unseres 4-wöchigen Aufenthalts in Shanghai im Oktober 2006 machten wir einen Tagesausflug nach dem Wasserstädtchen Zhujiajiao nahe Shanghai. Heute wollte nun eine Bloggerin (http://littlebigasia.wordpress.com/) wissen, ob ich Bilder von Zhujiajiao online hätte. Da ich meine Reisebilder erst seit einem Jahr blogge (http://2012reisen.wordpress.com), habe ich in diesem Blogartikel schnell mal eine noch etwas unsortierte Vorabversion von Zhujiajiao veröffentlicht.

Hier die Vorschau. Für größere (und vollständige) Bilder hier klicken.

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Maulbeerblättertee

Der Maulbeerbaum wird vielfältig genutzt. Ich würde gerne mal Maulbeermarmelade probieren. In (Süd)Ostasien wird der Maulbeerbaum vielseitig verwendet. Am bekanntesten ist die Seidenraupenzucht, weil die Raupen nur Blätter des Maulbeerbaums fressen. Bei einer Reise etwa durch Laos kann man diese und andere Nutzungen direkt kennenlernen.

Aus der Rinde des Maulbeerbaums wird von Hand ein weiches und saugfähiges Papier hergestellt, das hauptsächlich für künstlerische Zwecke dient.

Aus den Blättern des Maulbeerbaums wird Tee gemacht. Er sieht so ein bisschen wie grüner Tee aus, riecht und schmeckt aber anders. Der Geschmack ist irgendwie dumpf und sicher nicht jedermanns Sache. Getrunken wird er vielleicht eher wegen seiner gesundheitlichen oder gar medizinischen Wirkung, über die man im Internet nachlesen kann.

Meine aus Laos mitgebrachte Menge ist jetzt endlich alle geworden, was der Grund dafür ist, dass ich gerade jetzt darüber schreibe. Üblicherweise bin ich ein Freund des grünen Tees, den ich etwa wie die Chinesen trinke: Teeblätter in eine Tasse und mit etwa 80 Grad heißem Wasser aufgießen, umrühren, warten auf die rechte Temperatur, trinken. Den Maulbeerblättertee kann man ebenso zubereiten, erlebt dann aber einen (für mich) schwerwiegenden Unterschied zum grünen Tee: Während bei letzterem die Teeblätter fast ausnahmslos auf den Grund der Tasse sinken, sobald der Tee ausreichend gezogen hat, schwimmen die Blätter des Maulbeerblättertees zum überwiegenden Teil auch nach längerer Zeit noch oben, so dass ich den Tee nicht direkt aus der Tasse trinken kann. Statt dessen muss ich einen Filterbeutel verwenden oder den Tee durch ein Sieb geben, alles Dinge, die der grüne Tee nicht erfordert. Mir wurde mal erklärt, „der Chinese will beim Teetrinken die Blätter sehen“. Das funktioniert wie gesagt wunderbar, beim Maulbeerblättertee leider nicht.

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Stakenburg und Startkirche

Manche Kurpfälzer haben eine Art Sprachfehler, der den Laut „r“ betrifft. In Wörtern wie „Mars“ oder „stark“ ist das „r“ oft so gut wie nicht zu hören. Uns Kurpfälzern fällt das eigentlich gar nicht so sehr auf, aber wenn wir mit Menschen aus anderen Gegenden Deutschlands zusammenleben, werden wir manchmal darauf hingewiesen, weil der andere uns nicht so recht versteht.

An der Bergstraße gibt es einige Burgen, die der Einheimische immer mal wieder seiner zugereisten Ehefrau benennt, damit sie die Namen der Burgen auch kennenlerne. So gibt es etwa in dem Städtchen Heppenheim die „Starkenburg“, die der Kurpfälzer aber eher wie „Stakenburg“ ausspricht, was von seiner Ehefrau, was soll sie auch anderes tun, als der richtige Name akzeptiert wird. Das geht solange gut, bis eines Tages, ich weiß nicht mehr, war es auf einem Hinweisschild oder in einer Zeitung, der Name „Starkenburg“ auftaucht. Erster Gedanke: Was, eine Starkenburg gibt es auch? Antwort: Nein, das ist doch ein- und dasselbe! Großes Gelächter, Diskussion über den Sprachfehler, Erinnerung an eine gemeinsame Bekannte, die auffällig (für die Ehefrau auffällig!) viele „r“ verschluckt, usw. usw.

Nun zum zweiten Teil der Geschichte. Mancher Kurpfälzer ist sich seines Defizits bewusst und versucht mit aller Macht, den verschwindenden Lauten nachzuspüren und sie, koste es was wolle, doch noch zu artikulieren. So stand heute in unserer Zeitung ein Bericht über ein Konzert in der Stadtkirche von Weinheim. Hat der Rezensent seinen Bericht diktiert und ist er r-Verschlucker und hat der Aufschreibende das nicht gehörte „r“ nachbessern wollen? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall war vom Konzert in der „Startkirche“ die Rede.

Merke: Die Anzahl der „r“ ist alles in allem genommen korrekt, nur mit der Verteilung harpet es manchmal.

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E-Mail-Paranoia

In diesen Tagen wurden wir alle aufgescheucht durch folgende Meldung des BSI (= Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik):

Kriminelle stehlen Passwörter von 16 Millionen Benutzerkonten

Um festzustellen, ob man zu den Betroffenen zählt, soll man auf einer speziell eingerichteten Web-Seite seine E-Mail-Adresse eingeben, worauf man im Schadensfall eine Antwort des BSI erhält. Ich habe einige meiner E-Mail-Adressen überprüfen lassen, glücklicherweise war keine betroffen.

Heute haben wir im Kreise meiner Ex-Kollegen (alle hauptberuflich mit IT befasst) über diese Dinge gesprochen. Einer der Diskussionspartner hatte folgenden Standpunkt:

„Selbstverständlich werde ich meine E-Mail-Adresse(n) dort nicht eingeben, denn das ist vom BSI eine geschickte Methode, um an möglichst viele deutsche E-Mail-Adressen zu kommen. Wer weiß, was jemand damit alles anstellen kann.“

Nun frage ich mich, ist meine E-Mail-Adresse eine so wertvolle und schützenswerte Information über mich, dass ich sie vor der Öffentlichkeit geheimhalten muss? Die Zeiten, in denen man seine Mails langatmig über ein Modem herunterladen musste, also jede Spam-Mail irgendwie weh getan hat, sind doch schon lange vorbei. Heute gibt es überall Spam-Filter und unliebsame Mails sofort zu löschen anstatt sie erst zu öffnen, ist doch Stand der Technik.

Über die aus dem Zitat hervorgehende Beurteilung des BSI will ich mich nicht weiter äußern.

Ich jedenfalls gehe mit der Veröffentlichung meiner E-Mail-Adresse(n) freigiebig um, einen Schaden dadurch hatte ich noch keinen und ich sehe auch keine Gefahr.

Da man nicht alles wissen kann: Wer etwas Gegenteiliges weiß, ist eingeladen, dies kundzutun.

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